Nordwestpassage – Der Weg ist das Ziel

Von: Susanne Minneker
Betreff: Der Weg ist das Ziel
Datum: 4. September 2016 um 23:55:36 MESZ
An: Erich & Heide Wilts <wilts@freydis.de>

Hallo Erich & Heide,

ich habe gerade den Bericht über die Nordwestpassage von Jimmy Cornell gelesen. Wie wahr über den „Everest des Segelns“ zu sprechen! Ihr steht jetzt davor.

Dafür benötigt es Abenteuerlust, Respekt, Leidenschaft, Träume, ein geeignetes Boot, Seemannschaft, eine gute Crews und so vieles mehr. Mit Euch und der Freydis kommt das alles zusammen, um diesen Weg und die Natur des Polarmeeres zu erfahren.

Was ein Weg, der die Fantasie anregt. Ein Traum den viele – einschließlich mir – in Gedanken leben aber nicht erleben. Deshalb werden Euch unsere Gedanken begleiten und ich wünsche Euch schon heute gutes Gelingen in Planung und Umsetzung, sowie die notwendige Menge an Glück mit dem Eis.

Mast & Schotbruch
Susanne

PS: Wir hatten sowohl auf Hin-als auch Rückflug das Glück die Beaufortsee bei Traumsicht zu überfliegen. Das brüchige Eis – im Bild hier noch sehr offen an der kanadischen Grenze und später ziemlich geschlossen, malte unglaublich faszinierende Strukturen.

NWP Der Weg ist das Ziel

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Freydis 2017 Nordwestpassage

Kodiak, 3. September 2016

Hallo Freunde,

Vor fünf Jahren sind wir mit der neuen Freydis aufgebrochen. Und nun sind wir da, an unserem damals so weit gesteckten Ziel, Alaska, und dieses schöne Land haben wir in den letzten beiden Jahren voller Begeisterung wieder ausgiebig bereist.

Wie geht es weiter?

Wir sind am Scheideweg: Segeln wir in Etappen zurück über Britisch-Kolumbien, Kalifornien und die Südsee nach Australien und von dort über den Südindik, Madagaskar und das Kap der Guten Hoffnung nach Europa? Und besuchen wir damit noch einmal all die interessanten Plätze, die wir schon auf früheren Reisen kennen gelernt haben?
Oder segeln wir durch die Nordwest-Passage über Grönland und Island nach Hause?

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Nachlese und Ende

Hallo Freunde,

Auf unsere letzten Blog-Beiträge und -Bilder haben wir viele Zuschriften bekommen, für die wir uns herzlich bedanken. Wir werden sie alle beantworten, aber es wird noch ein paar Tage dauern.

Gestern meldeten sich unsere Freunde Andrea und Horst aus Freiburg. Das schöne Bild, das sie unter der Überschrift „BÄRENLIEBE“ beifügten, wollen wir Euch nicht vorenthalten:

Bärenliebe

Bärenliebe

Aus Südbaden melden die beiden Temperaturen von 38°C. Auch hier in Kodiak schlägt das Wetter seit einer Woche alle Rekorde: Mittags über 30°C im Cockpit und strahlender Sonnenschein.

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Inselhopping auf Japanisch

Im Blogbeitrag vom 14. Sept. 2014

Geheimtipp Japan

Allgemein gilt: Japan zählt nicht zu den favorisierten Segelzielen, ist nicht „in“. Es ist ein sehr anspruchsvolles Revier und hat dazu einen schlechten Ruf. Siehe Seebeben, siehe Tsunamis, siehe Taifune und siehe Fukushima. Die größte Hürde ist es, mit einem Segelboot überhaupt hin zukommen. In den letzten drei Jahren (nach Fukushima) hat sich keine ausländische Yacht getraut, nach Japan zu segeln, in diesem Jahr (2014) waren es maximal zehn Crews, die die beschwerliche und riskante Reise unternommen haben.
Uwe Janßen von der Chefredaktion „YACHT“ schrieb uns vor kurzem: „Japan ist ja nach wie vor sehr exotisch und seine Relevanz liegt in unserer Leserschaft vermutlich ganz nahe bei null.“

Umso erfreulicher, dass „Trans-Ocean“ sich des Themas annahm. Hier lest Ihr Heides Reportage:

Inselhopping auf Japanisch

Erschienen bei TRANS-OCEAN Heft No 153/Juli 2016

Foto Originale

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EIS

Hallo Freunde,

die Fahrten in den Gletscherfjorden des Prince William Sundes und der Kenai Halbinsel zählten in diesem Jahr zu den Höhepunkten der Freydis-Törns. Einige Bilder hatten wir schon in den letzten Blogbeiträgen gezeigt. Hier folgt noch eine kleine Nachlese.

So sehr uns die Gletscher und das Eis beeindruckt haben, so sehr hat es uns schockiert, in welch atemberaubendem Tempo sich die Gletscher zurückziehen. Sie lösen sich regelrecht auf. Wenn man das sieht, blutet einem das Herz. Schon die Generation nach uns wird diese grandiosen Anblicke nicht mehr erleben.

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Missgeschick & Zuschriften

Hallo Freunde,

so langsam haben wir uns durch die vielen Bilder hindurchgearbeitet. Nicht alle Manöver liefen nach Plan: Eine Gletscherbö und ein nicht belegter Baumniederholer sorgten kurzfristig für Schräglage. Andreas hat die Situation eingefangen. Aber meistens klappte es. Das dritte Foto entstand vor dem Mac Carty Gletscher (Foto von Heide) aus dem Dingi.

Und dann noch ein paar Bärenbilder von Valdez und Beartrap-Fjord (Fotos von Erich).

Abschließend einige Zuschriften unserer diesjährigen Mitsegler, über die wir uns sehr gefreut haben.

Seid herzlich gegrüßt
Heide & Erich

Andreas7 Weiterlesen

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Zurück in Kodiak

Hallo Freunde,

Wir liegen wieder im Small Boat Harbor von Kodiak am Steg. Neben der Freydis spielt ein Seelöwe. Unsere dreimonatige Rundreise im Inneren des Golfes von Alaska ging hier vor wenigen Tagen zu Ende. Als letzte traten gestern unsere beiden Schweizer Mitsegler, Andrea und Boris die Heimreise an.

Freydis unter Spi

Die Freydis unter Spi vor dem Harriman-Gletscher fotografiert Andreas vom Dingi aus

Wo ist die Freydis?

Auf den vier Törns hatten wir in jeder Beziehung großes Glück: Weiterlesen

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Ein Gruß aus der letzen Wildnis Amerikas

Hallo Freunde,

unsere Crew traf im Laufe des 16. Mai ein: Unser alter Freydis-Mitsegler Erhard hatte diesmal Schwierigkeiten beim Einchecken in der Schweiz. In seinem Handgepäck fand die Security Munition 5,45×37 für eine Kalaschnikow 74, sowie Munition für ein Gewehr AK 47 und für eine „Sphinx“-Pistole 9mm. Die Beamten hat das „gar nit gfreit“. Aber Erhard ist Präsident des CCSSG (Combat Club Schießzentrum St.Gallen) und konnte glaubhaft versichern, dass er seinen Rucksack sonst zu Schießübungen mitnimmt und nur vergessen hatte, die Munition herauszunehmen. Die Beamten ließen Gnade walten, schließlich sind die Schweizer ein Volk unter Waffen, allzeit bereit feindliche Angriffe abzuwehren.

Julia, unsere jüngste Mitseglerin, hatte nicht so viel Glück beim Einchecken in Frankfurt: bei der Schmauchspuren-Kontrolle löste ihr Rucksack Sprengstoff-Alarm aus. Julia: „Alles war Rot auf dem Bildschirm!“ Was an dem Rucksack faul war, ließ sich nicht klären. Die Beamten vermuteten, dass es mit der Imprägnierung zusammenhängt. Erst nach eingehender Untersuchung aller Gepäckstücke ließ man Julia wieder „laufen“. Weiterlesen

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Bärenstark

Seit zwei Tagen strahlendes Wetter. Gestern traf Mitseglerin (Novizin) Julia – von Beruf Geografin – in Kodiak ein und findet alles super. Sie ging mit uns den Trail auf den Mount Pillar – mitten durch den Wald. Weil ich mit dem Bein Probleme bei Abstieg habe, lasse ich die anderen vor gehen. Hab gedacht: den Weg sind wir so oft gegangen – da ist kein Bär. Sie werden immer gleich abgeschossen. Wir sind gerade wieder im Wagen, als Julia einen Bären sieht – neben uns, keine 5 Meter weg.

Alaska 1. Bär 2016 (I)

Es ist ein kleiner, unschuldiger Bär, freut sich über das weiche Moos, spielt damit, völlig ohne Scheu vor uns, stellt sich auf, guckt uns an – ich hätte mich nicht gewundert, wenn es uns zugewinkt hätte. Weiterlesen

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„Andere Länder – Andere Titten“

Der Spruch stammt nicht etwa von uns, sondern aus dem Roman „NÄCHSTES JAHR“ von Edgar Rai, den eine(r) von Euch an Bord zurückgelassen hat, Er prangt vorne auf dem T-Shirt einer gewissen Lillith. Dieses Buch ist recht amüsant zu lesen und das Richtige für den Urlaub, der jetzt hoffentlich auch bald für uns beginnt.

Zwei Wochen sind wir schon in Kodiak. Seit 25 Jahren ist es immer dasselbe: Die letzten zwei Wochen vor dem Start in DL und die ersten zwei Wochen an Bord sind die schlimmsten des Jahres: immer arbeiten wir am Limit. Trotzdem können wir uns nicht beklagen: Die Freydis hat den Winter in Kodiak gut überstanden – trotz des vielen Regens. Das mit Matzerath ausgetüftelte Belüftungssystem hat sich bewährt, und es zahlt sich nun aus, das wir vor dem Verlassen des Schiffes alles gründlich gereinigt und konserviert haben: Kein Muff, kein Schimmel. Weiterlesen

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